Sonntag, 6. November 2016

WowWee Roboterhund CHiP




Spielspaß mit Potenzial

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Der WowWee 0805 Chip Interaktiver Hund kommt, in Plastik und Karton gehüllt, zusammen mit einem Quick Start Guide und einem "Benutzerhandbuch". Dazu ein Spielball, eine Armbandfernbedienung, USB-Kabel zum Laden der Fernbedienung sowie Radabdeckungen mit Schrauben (wo aber nirgends erklärt wird, wie man die anbringen soll). Außerdem das Smart-Bed, die Ladestation mit ausreichend langem, aber relativ steif und billig wirkendem Kabel. Für den Ball benötigt man 4 x AAA Batterien, diese sind nicht im Lieferumfang enthalten. Die zugehörige Smartphone-App bekommt man im Google Playstore; auch für iPhone gibt es eine App.


Die Idee ist gut: Anscheinend ist der robust wirkende kleine Hund mit vielen Sensoren ausgestattet, die Streichelbewegungen erkennen können. Mit den Rädern an den vier Beinen ist er außerordentlich flink und beweglich; er kann tanzen und Yoga-Übungen veranstalten. Die Augen dienen nicht dem Sehen, sondern der Kommunikation: So leuchten beispielsweise die Augen grün, wenn er auf Befehle wartet; rot werden sie, wenn sich Chip ärgert.

Die Inbetriebnahme gestaltet sich etwas schwierig: So habe ich, trotz Studium der ausführlicheren englischsprachigen Bedienungsanleitung, nicht herausfinden können, wie die Radabdeckungen angebracht werden. Immerhin fand ich auf der Supportseite den Hinweis, dass sie bei Verwendung nach intended use (Alter ab 8 Jahre) nicht notwendig sind. Weder Benutzerhandbuch noch Quick Start Guide sind sonderlich aussagekräftig; daher empfehle ich den Download der englischen Fassung. Allerdings gibt die App schon gute Hinweise, so dass man auch damit arbeiten kann. Übrigens erfolgt auch ein Softwareupdate des Hundes über die App.

Der Hund wird gesteuert über Streichelkommandos, das Armband, die App und über Stimmbefehle. Leider funktioniert (noch) nicht alles so, wie es soll; so scheint der Nasensensor nur sehr unzureichend zu reagieren. Gibt man dem Hund den Befehl, ins Smart-Bettchen zu gehen, reagiert er zunächst mit amoklaufender Motorik, zitternd ohne sich von der Stelle zu bewegten, bis er irgendwann zielstrebig das Smart-Bed anfährt und sich hinternwackelnd dort niederlässt.

Was mich etwas stört: Anscheinend kann man den Hund nicht softwaremäßig in den Tiefschlaf expedieren. Nach vielleicht einer Viertelstunde meldet er sich mit einem Bellen zu Wort und erhebt sich von seiner Bettstatt. Kümmert man sich dann nicht um ihn, fallen ihm irgendwann die Äuglein zu, und er schläft auf der Stelle ein. In dem Zustand ist er wenig ansprechbar, und wenn man es doch tut, schlafwandelt Chip. Die Augen bleiben zu, pardon: aus. Befreien kann man Chip aus diesem Zustand nur mit Aus- und Einschalten am Hauptschalter des Hundes.

Wenn man von diesen Mängeln absieht, die vermutlich softwareseitig zu beheben sind (womit also Hoffnung besteht), ist Chip ein unterhaltsamer Zeitgenosse. Er folgt seinem Frauchen bzw. Herrchen, spielt mit ihm Ball, tanzt und macht Kunststücke. Allerdings ist er dabei schon zweimal auf die Nase gefallen, ohne dass es ihm gelang, aus eigener Kraft wieder auf die Beine zu kommen. Treppensensoren hat das Tierchen nicht; daher ist entsprechende Vorsicht geboten, wenn man Treppen im Haus oder der Wohnung hat.

Alles in allem ein Roboter für die Kinderstube (ab 8), der aber noch Potenzial zur Verbesserung hat.


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